Die "Dorfstraße-West" Drucken
Geschrieben von Claus Claussen   
Mittwoch, 14. Oktober 2009
Dieser und die nächsten Beiträge behandeln den Bau, bzw. Ausbau der einzelnen Straßen.
In den alten Unterlagen wurden noch keine Straßennamen genannt, sondern meistens nur von der Person bis zu der Person soll dies oder jenes gemacht werden. Zu dem damaligen Zeitpunkt wußte wohl jeder, was gemeint war; nur heute ist es teilweise sehr schwierig, die Daten der richtigen Straße zuzuordnen.
Die Daten ab ca. 1965 wurden noch nicht veröffentlich, mit Außnahme des Straßennamen.

1934

Die durch den Ort führende Kreisstraße war teilweise in einem sehr schlechten Zustande, daß eine Neupflasterung unbedingt notwendig wurde. Besonders im Winter staute sich von Süden (Straße nach Geestenseth) kommende Wasser wegen der tiefen Lage der Straße an der Ecke bei Hubert und bei Scheper derart, daß oft Überschwemmungen entstanden und bei plötzlich eintretendem Froste eine Eisfläche sich bildete, die für Fußgänger, Radfahrer, Autos und Pferde gefährlich wurde. Dieser Übelstand wurde dadurch beseitigt, daß die neue Straße an der Biegung um 62 cm und bei C. Scheper noch um 40 cm höher gelegt wurde. Das Wasser wird jetzt durch eine Kanalisation geleitet.

Die neugepflasterte Strecke in ihrer ganze Länge von der Hofauffahrt bei Hein Hillebrandt 13 bis Christoph Hillebrandt 53 wurde gegen früher bedeutend verbreitert. Für die Straßenmitte stellte der Kreis neue große Kopfsteine (Basalt) zur Verfügung, während für die Seiten die alten Steine Verwendung fanden.

(Schulchronik Seite 161)

29.10.1937

Das Grandpflaster der Chaussee, vom Dorfausgang bis zum Laufgraben, erhält erstmalig eine Teerdecke [1].

1.5.1948

Der Gem. Rat beschließt, Nebenstraße (?) im Dorf in Länge von 250 - 300 m umzulegen, falls Steinsetzer zu haben sind.

Gemeinderatsprotokoll vom 02.10.1950 Punkt 11,3:

Bei der Landesstraßenverwaltung soll beantragt werden, im Westen des Ortes eine Verbreiterung der Straße vorzunehmen.

1954

Die Dorfstr. von Johann Hillebrandt wird bis zur Abzweigung der Straße nach der Marsch um 1,50 m Pflasterung verbreitet. (Schulchronik Seite 375) [2]

1955

In diesem Frühjahr wurde die Straße an der Gabelung vor dem Denkmal in der Dorfmitte erheblich verbreitert. Aus diesem Grunde mußten leider die beiden großen Linden, die Zeichen und Zierde unseres Köhlener Dorfbildes waren, gefällt werden. Die Sicherheit des Verkehrs muß allem vorangehen!           (Schulchronik Seite 375)

Gemeinderatsprotokoll vom 27.10.1955 Punkt 3 f:

Der Durchlass in der Straße [3] bei Hinrich Jürgens soll durch einen Betondurchlaß erneuert werden. Martin Bode und Johann Hillebrandt werden die Sache in die Hand nehmen. Die erforderlichen Holzarbeiten will Christoph Hillebrandt ausführen.

Gemeinderatsprotokoll vom 21.09.1961 Punkt 2:

Die Verrohrung der in der letzten Sitzung beschlossenen Strecke Cordes - Bode soll sofort in Angriff genommen werden. Die erforderlichen Nivellierungsarbeiten sollen vom Kreisbauamt ausgeführt werden. Für die Senkschächte sollen von den Maurern Wilhelm Hubert und Diedrich Wendt noch Kostenanschläge eingereicht werden.

Die Lieferung der Rohre von 50 cm Durchmesser wurde an Diedrich Wendt vergeben zum Preis von 14,15 DM pr. m. innen gestrichen. Um die Beschaffung eines Eisenrohres von 50 cm Durchmesser und 7 m Länge als Durchlass für die Landstraße, wollen sich der Bürgermeister, Martin Hillebrandt und Diedrich Cordes bemühen.

Gemeinderatsprotokoll vom 20. Januar 1962; Punkt 6

Es wurde beschlossen ca 70 m Rohre mit einem Durchmesser von 40 cm für die Verrohrung des Grabens bei Willy Hubert zu kaufen. Der Auftrag zur Lieferung dieser Rohre wurde Diedrich Wendt erteilt.

Gemeinderatsprotokoll vom 28. Februar 1962; Punkt 8

Auf Vorschlag von Johann Hillebrandt erklärt sich der Gemeinderat damit einverstanden, daß der Graben vor dem Grundstück von Chr. Claussen von der Auffahrt an und der Holzdurchlaß vor dem Eicksgangweg verrohrt werden.

Wenn die Wasserleitungen des Wasserbeschaffungsverbandes Bederkesa verlegt sind, soll mit der Verlegung der bereits vorhandenen Gehwegplatten ab Friedrich Joost in östliche Richtung begonnen werden.

Gemeinderatsprotokoll vom 12. November 1962, Punkt 3:

Der Bürgermeister berichtete über die inzwischen von der Fa. Töllner vorgenommene Besichtigung des Fußweges von der Sparkasse bis Fr. Joost. Da sich die Befestigung im Bitumenheißsandverfahren bedeutend billiger stellt als Verbundsteine, wurde beschlossen diese Strecke von der Fa. Töllner für den Preis von 7,90 DM je qm. mit Bitumen befestigen zu lassen.

Gemeinderatsprotokoll vom 02. April 1963; Punkt 3

Ferner wurde beschlossen, in den Straßengraben von Hinrich von Soosten bis Hinrich Döscher Rohre zu verlegen.

März 1976

Im Gemeindespiegel wurden die Straßenbezeichnungen bekanntgegeben, die damals aktuell diskutiert wurden. Der Vorschlag für diese Straße war „Ringstedter Str.“.

29. April 1976

 

In der Gemeinderatssitzung wurden unter dem Punkt 3 die Straßennamen beraten und beschlossen.

Nach einer ausführlichen Diskussion, auch von Seiten der 8 Zuhörer, wurden mit wechselnden Mehrheiten folgende Ortsstraßennamen festgelegt:

 

Dorfstraße-West                   von      SDK Köhlen              bis       Hinrich Boockmeyer



[1] Tagebuch Hein Tiencken

[2] lt. Hermann Claussen wurden die Steine von Beverstedt geholt

[3] Ursprünglich alter Wasserlauf, entwässerte Teile des Westerfeldes in Richtung Scheidebach (lt. Hermann Claussen

 
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