Die "Dorfstraße Ost" Drucken
Geschrieben von Claus Claussen   
Freitag, 21. August 2009
Dieser und die nächsten Beiträge behandeln den Bau, bzw. Ausbau der einzelnen Straßen.
In den alten Unterlagen wurden noch keine Straßennamen genannt, sondern meistens nur von der Person bis zu der Person soll dies oder jenes gemacht werden. Zu dem damaligen Zeitpunkt wußte wohl jeder, was gemeint war; nur heute ist es teilweise sehr schwierig, die Daten der richtigen Straße zuzuordnen.


27. November 1903
Es wurde beschlossen, den Fußsteig an der Ortsstraße, welcher stets in schlechtem Zustande sich befindet, auf einer Strecke von Fängers Schmiede (1) bis etwa vor Ernst Schröders (2) Hause auf 4 Fuß Breite mit kleinen Steinen zu pflastern.
Es wurde mit dem Steinsetzer Wellbrock (3) verhandelt, welcher die Pflasterarbeiten übernahm u. zwar für das laufende Meter 4 Fuß breit 40 pf.

08. März 1906
Die Strecke der Dorfstraße von Carl Claussens (4) Hause bis zur Abfahrt des Weges nach dem Nordbruch (5) befindet sich in schlechtem Zustande. Es wurde der einstimmige Beschluß gefaßt, die Strecke umzupflastern und Reihenpflaster anzuwenden.

20. September 1930
P.4 wurde beschlossen, ca 150 mtr. von der Ortsstraße umzulegen u. zwar von Kriegerdenkmal bis zu Karl Claussen Haus, hierzu sollen Kopfsteine gekauft werden, jedoch soll der Gem. Vorst. hierüber erst noch mal Rücksprache mit dem Wegebaumeister nehmen, evtl. von diesen einen Kostenanschlag machen lassen.

21. Februar 1931
zu P.1. wurde verhandelt u beschlossen, die Straße von der Kreisstraße bis in den östlichen Ortsteil soweit es die Gemeindemittel zulassen umgepflastert werden. Soweit der Gemeindevorsteher Geldmittel außerhalb des Etats beschaffen kann, sollen hierfür Bausteine (großer Blaubassalt) von der Fa. Wegener Hannover beschafft werden.
P.2. Die Pflasterarbeit soll den Steinsetzer Otten aus Bramstedt übertragen werden.

13. Mai 1957
Betr. Verkehrsinsel beim Kriegerdenkmal und Errichtung der Wegweiser erklärt sich der Gemeinderat mit dem Entwurf des Straßenbauamtes einverstanden. Für die Errichtung eines Lichtmastes sollen noch Verhandlungen mit dem Überlandwerk geführt werden.

Gemeinderatsprotokoll vom 06. Februar 1964
Es wurde beschlossen, den Bürgersteig an der östlichen Dorfstr. von Reinhardt bis zur Straße nach Großenhain in einer Länge von rund 580 m mit Hochbord zu versehen und in einer Breite von 1,30 m mit 6 ½  cm SF Verbundsteinen zu befestigen.

Gemeinderatsprotokoll vom 23. April 1964; Punkt 6:
Das Kreiskulturbauamt schlägt vor, die Befestigung in diesem Jahr noch nicht vorzunehmen, weil es zweckmäßig sei, diese Arbeiten im Zuge der Überholung der ganzen Straße mit auszuführen.

Gemeinderatsprotokoll vom 08. Oktober 1965; Punkt 4:
Vom Landkreis ist für 1966 der Ausbau der östlichen Dorfstraße von der Abzweigung Landstraße bis zur Abzweigung nach Großenhain vorgesehen. Der Gemeinderat beschließt, alsdann die Befestigung des Fußweges durch Pflasterung mit Verbundsteinen und die Verrohrung des Straßengrabens an dieser Strecke ausführen zu lassen.

1966
Vom Denkmal bis zur Abzweigung der Großenhainer Str. wird eine Bitumkiesdecke aufgebracht, Bürgersteig und Verrohrung ebenfalls ausgebaut .

1968
Die 1966 begonnenen Straßenbauarbeiten an der Kreisstraße wurde um die restliche Strecke bis Drittgeest ausgebaut.

März 1976
Im Gemeindespiegel wurden die Straßenbezeichnungen bekanntgegeben, die damals aktuell diskutiert wurden. Der Vorschlag für diese Straße war „Heinschenwalder Str.“.

29. April 1976
In der Gemeinderatssitzung wurden unter dem Punkt 3 die Straßennamen beraten und beschlossen.
Nach einer ausführlichen Diskussion, auch von Seiten der 8 Zuhörer, wurden mit wechselnden Mehrheiten folgende Ortsstraßennamen festgelegt:
Dorfstraße-Ost von: Hein Höllings bis: Wilfried Lintelmann

Gemeinderatsprotokoll vom 01.07.1984 Punkt 8
Der Auftrag für die Bauarbeiten für die Erstellung der Mischwasserkanalisation in den Straßen „Dorfstr. Ost“ und „Marschstr.“, Baumaßnahme 1984, wird aufgrund der Ergebnisse der öffentlichen Ausschreibung an die Fa. Mittelweser-Tiefbau-GmbH & Co., Beverstedt vergeben.

August 1986
Nach der Fertigstellung der Kanalisation wird eine ca 2-3 cm dicke neue Teerdecke aufgetragen.

29. März 2005
Die Frostlöcher werden von Mitarbeitern der Straßenmeisterei von Hand und mit einem Stampfer ausgebessert.

07. - 09. Juni 2005
Das Abflussrohr der Oberflächenentwässerung der Straße ist zwischen den Häusern von Bernd und Martin Joost (Dorfstr. Ost 31 und 33) beschädigt.
Die Fa. Jens Meyerherm (Köhlen) repariert die Leitung im Auftrag vom Wasser- und Bodenverband.
Das bisherige 30 cm Durchmesser-Rohr (Beton) wird verschlossen und stattdessen 
etwa 70 cm höher ein 40 cm Durchmesser-Rohr aus Plastik verlegt.
Das neue Rohr reicht vom Kontrollschacht vorm Grundstück bis zum Schacht neben der Garage von Martin Joost.

28. März 2006
Die Frostlöcher werden von Mitarbeitern der Straßenmeisterei von Hand und mit einem Stampfer ausgebessert.

14. Juni 2007
Die gesamte Straße wird mit Teer und Rollsplitt bearbeitet.

12.  - 18. August 2008
Die gesamte Straße wird mit Teer und Rollsplitt bearbeitet.
Am 22.08. wurde der Rollsplitt mit zwei großen Kehrmaschinen zusammengefegt und aufgesaugt. Gleichzeitig fegten 3 Mitarbeiter den Splitt auf den Auffahrten zusammen. Ein Mitarbeiter machte alle Gully sauber.

(1) Dorfstr. Ost 2 (Denkmalplatz)
(2) Dorfstr. Ost 13 (Lüder von Soosten)
(3) 1882 - 1954, wohnte an der Geestensether Str., Heute Pawelzig
(4) Dorfstr. Ost  12 (Hannes Kanehl)
(5) heute heißt die Straße "Ortbruch"




 
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