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Köhlen - Ein Dorf mit über 700 Jahren Geschichte |
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Geschrieben von M. Wilkens
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Montag, 01. Mai 2006 |
Das Dorf Köhlen blickt auf eine über 700 Jahre währende Geschichte zurück. Im Jahre 1300 n. Chr. wurde der Ort unter dem Namen "Colne" erstmals in einer Urkunde erwähnt. Diese Urkunde war ausgestellt von Graf von Wohldenberg [?] und überschrieb den Besitz und alle Rechte der Güter der Ritter zu Bederkesa [?] an das Kloster Blankenburg [?] (bei Oldenburg). Laut der Urkunde kamen diese Güter mit denen die Ritter zu Bederkesa [?] belehnt waren hauptsächlich aus dem Ort "Colne", dem heutigen Köhlen. Die Ritter von Bederkesa waren also eigentliche Inhaber der Köhlener Besitzungen. Die Grundeigentümer, die Grafen von Wohldenberg, gaben ihren Besitz in "Colne" den Rittern von Bederkesa zum Lehen.
In einer im Jahre 1603 angefertigten Karte des Amtes Bederkesa wurde die "Kolener Huder" genannt, Köhlen hatte zu der Zeit eine Art Hafen an der Geeste. Die Köhlener Hude wurde im 16. Jahrhundert von der damals stadtbremischen Herrschaft Bederkesa als Umschlagsort für verschiedene Güter genutzt. Vor allem Holz aus den umliegenden Orten wie Bederkesa, Lintig, Hainmühlen und Köhlen wurde über die Geeste verschifft.
Im 16. und 17. Jahrhundert wurde ein großer Raubbau an den Wäldern auf der Geest im Bereich Bederkesa betrieben. So dass in den Forsten des Amtes Bederkesa irgendwann überhaupt keine verwertbaren Bäume mehr standen. Eine neue Einnahmequelle für die Schifffahrt auf der Geeste wurde im 18. Jahrhundert der Verkauf und Transport von Feldsteinen.
Im 18. und 19. Jahrhundert wurde nun immer mehr Landwirtschaft nicht nur zur Selbstversorgung, sondern auch zum Erwerb betrieben. Bereits im Jahre 1535 wurden 23 aktive Höfe anlässlich der Steurerhebung des Erzstiftes Bremen gezählt. 1735 waren es dann bereits 84 Feurstelle (Wohngebäude) die sich wie folgt aufteilten: 18 Vollhöfe, 2 Großköthner, 14 Köthner, 24 Brinksitzer, 24 Häuslinge, eine Schule und ein Kuhhirtenhaus. Einige der Höfe werden noch heute von den direkten Nachfahren der damaligen Besitzer betrieben und bewohnt.
Im 19. Jahrhundert wurde die Schifffahrt an der Geeste noch einmal belebt. Es gab wieder Holz in den Wäldern des Amtes Bederkesa. Ausser Stammholz zum Hausbau wurde mit Holz für die Herstellung von Rädern und Brennholz gehandelt. Es entstanden geschäftliche Unternehmungen im Ort Köhlen. Die Namen dieser Unternehmer sind noch heute bekannte Namen im Dorf. Quelle: Buch 700 Jahre Köhlen 1300-2000, Herausgeber: Gemeinde Köhlen
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