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| Woher kommen wir Köhlener? |
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Aus den, mir zur Verfügung stehenden Unterlagen soll in kürzester Form versucht werden, aus der Entwicklungsgeschichte des Dorfes zu berichten. Wie alt ist unser heutiges Dorf? Eine oft wiederkehrende Frage, sie läßt sich nicht ausreichend beantworten, es sei denn, wir gäben uns mit Rückschlüssen aus der Entwicklungsgeschichte zufrieden. Erst die geschriebene Geschichte läßt uns genaue Daten erfahren: Anno 1300 hat Graf Hinrich von Woldenberg sein Eigenthum und Recht an den Gütern, welche die Baronen von Bederkesa von ihm zum Lehn hatten, insonderheit im DORF CÖLEN, an dem Goeste-Fluß, dem Closter Blankenburg geschenckt, wovon der Brief zu lesen in Hamelman, Chron. Oldenburg p. i. p 60 (Bremisch Verdischer Rittersaal Luneberg Mushard Seite 62) 15. August 1383 (Neuenwalder Urkundenbuch Seite 145 / Nr. 115) Neuenwalder Urkundenbuch Nr. 50 und Hadler Chronik Seite 89 / Nr. 119) 1337, Juli 4 Neuenwalder Urkundenbuch Nr. 54 / und Hadler Chronik Seite 90 Nr. 124) 1338, Februar 5. (Neuenwalder Urkundenbuch N. 57 / und Hadler Chronik Seite 90 Nr. 127)1347, März 25., Bederkesa Diese vier Urkunden sagen aus, daß es in der Zeit von 1336-1347 in Desebüttel wirtschaftende Höfe gegeben hat. In diesem Zusammenhang sollen zwei weitere Wüstungen innerhalb der heutigen Feldmark
nicht unerwähnt bleiben, nämlich eine im Westerholz und die zwiete noch etwas unsichere
auf dem Sabel. Im Jörde-Buch 1692 Die Fragen nach der aktiven Zeit dieser Siedlungen, Anzahl der Bewohner, Verbleib der Einwohner usw. sind bis jetzt ungeklärt. Ob die abgegangenen Siedlungen mit dem heutigen Dorf Köhlen zusammen zu sehen sind oder jede für sich, werden weitere Forschungen erbringen müssen. Deutlicher als bisher lassen die Aufzeichnungen des Amtmanns Koch in Bederkesa den Ord und vor allem die Einwohnerschaft und die Grundherrschaften erkennen: (Kochsche Amtsbuch um 1600 Kreismuseum Burg Bederkesa) Etwas ausführlicher noch als das Kochsche Amtsbuch gibt uns das Jördebuch ein Bild von der damaligen Einwohnerschaft und deren Liegenschaften. Als Beispiel Eintragung Nr. 1:
Es folgen dann die Aufzählungen der Liegenschaften.
Im genannten Jördebuch heiß es zum Schluß unter Köhlen: 1586 16 Pfennig Schatz Register Der 1. Teil dieser Beschreibung ist unklar, weil nicht deutlich wird, ob es sich um vorgeschichtliche oder mittelalterliche Anlagen handelte. Zum 2. Teil ist anzumerken, daß mit dem Jahre 1675 eine Anzahl von Familiennamen verschwinden und anere dafür an die Stelle treten. Die neuen Namen sind Familiennamen, die in der Börde Ringstedt mehrfach vorkommen. Das Feuerstellenverzeichnis von 1735 nennt uns 18 Vollhöfner, 2 Halbhöfner, 14 Kötner, 24 Brinksitzer, 24 Häuslinge, 1 Schulmeister und 1 Kuhhirten alle namentlich. Zusammen 84 Feuerstellen (Feuerstelle = Familie) (Nds. Staatsarchiv Stade Rep. 74 Lehe, Fach 48 Nr. 3) Zudem ist dieses Register über mehrere Generationen weitergeführt worden. Spezifikation des des sämtl. in meinem des Voigts Tonnies Borchers Destricte vorhandenen Feuerstellen oder Wohn Häuser auch wüste und unbebaute liegenden Stellen und zwar in Köhlen. Schulhaus 1, Kuhhirtenhäuser 2, Vollhöfe 17, Dreiviertelhöfe 2, Köhtner 14, Brinksitzer 31,
wüst und unbebaut 1. Diese Auflistung ergibt eine Summe von 67 Feuerstellen. Es sind jeweils die Hauswirte namentlich genannt, leider nicht die Anzahl der Familienmitglieder. Vollständige Listen über Eiwohner und Wohngebäude von Köhlen aus der Zeit von 1833 bis 1858 geben ein sehr genaues Bild über die Dorfstruktur und die Bewohner. Diese Listen sind in Abständen von 3 Jahren jeweils neu angelegt. Weil eine gewisse Zählordnung eingehalten worden ist, läßt sich gut nachvollziehen, wie der Ort sich im Zuge der Verkopplung und Gemeinheitsteilung in Köhlen verändert hat. (Nds. Staatsarchiv Stade Rep. 74 Lehe Fach 48 Nr. 6 - 15) In diesem kurzen Bericht sind eine ganze Reihe von Fragen aufgeworfen, jedoch weniger beantwortet worden; dieses muß späteren Arbeiten vorbehalten bleiben. Herrmann Claussen, Ortsheimatpfleger |
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